Chronik

 

 

 

 

Chronik

des

Musikvereins Binzgen e. V.

 

Es ist noch gar nicht so lange bekannt, daß in Binzgen vor über 120 Jahren schon ein Musikverein bestanden hat.

Die Waldshuter Zeitung ,,Alb-Bote" berichtete in ihrer Ausgabe vom 23. März 1871, daß bei einer Friedensfeier in Oberhof, bei der gleichzeitig eine Friedenslinde gepflanzt wurde, und am darauffolgenden Tag zum Kirchgang nach Hänner die Musik von Binzgen gespielt und ihre Stücke gut vorgetragen habe. Ähnliches wurde von derselben Zeitung über die Pflanzung der Friedenslinde in Hochsal im Jahre 1872 berichtet.

Diese Information verdanken wir Herrn Rektor Eisenbeis, Görwihl, der uns auf den Artikel aufmerksam gemacht hat. Herr Eisenbeis ist in Binzgen kein Unbekannter, zumal er in den 50er Jahren als junger Lehrer an der Volksschule in Binzgen tätig war.

Das genaue Gründungsjahr ist uns nicht bekannt, auch über die Zeit bis zum Jahre 1900 wissen wir relativ wenig. Nach Aussagen von betagten Binzgen ist jedoch gewiß, daß mindestens zeitweise eine Musikkapelle in Binzgen organisiert war.

Um das Jahr 1906 hatte dann eine Blasmusik als Abteilung des Arbeiter-­Bildungsvereins existiert. Diese Blasmusik spielte unter anderem bei den Waldfesten am 9. Juli 1911 und am 13. Juli 1913 (dieser Auftritt scheint dann auch der letzte gewesen zu sein). Die Waldfeste fanden damals in dem Waldstück statt, wo sich heute der Sportplatz und das Clubheim des Fußballclubs Binzgen befindet.

 

Neugründung nach dem ersten Weltkrieg (1924):

 

Laut Protokollbuch wurde der Musikverein Binzgen nach den Wirren des ersten Weltkrieges und der Inflation am 1. September 1924 wieder neu gegründet.

Die Gründungsmitglieder waren: Pius Böhler, Gottfried Döbele, Arnold Ebner, Josef Ebner, Siegfried Ekert, Hermann Schmid und Karl Waltersberger. Die Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

                1. Vorstand:                             Siegfried Ekert

                Kassier:                                   Pius Böhler

                Schriftführer:                           Karl Waltersberger

 

Man beschloß zur Finanzierung der Instrumente eine Haussammlung abzuhalten. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, den Verein in das Vereinsregister des Bezirksamtes eintragen zu lassen. Einem späteren Eintrag im Protokollbuch zufolge ist der vorgesehene Eintrag in das Vereinsregister wegen der zu hohen Kosten unterblieben. Die inzwischen durchgeführte Haussammlung erbrachte den Betrag von 569,85 Mark. Daraufhin wurden bei der Firma Meinel & Herold, Klingental, -7-Instrumente zum Preis von insgesamt 608,- Mark bestellt. Das fehlende Geld für Noten usw. wurde von den Mitgliedern selbst aufgebracht. Unter der musikalischen Leitung von Arnold Ebner wurde am 1. Dezember 1924 mit den Proben begonnen. In einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Schulsaal wurden wöchentlich zwei Proben abgehalten. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte am Fasnachtssonntag, dem 25. Februar 1925. Bei einem ,,Internationalen Sängerfest" der Binzger Vereine wirkte der Musikverein Binzgen als Festmusik mit. Im Jahre 1925 entwickelte der Musikverein eine rege Tätigkeit. Er trat im Rahmen eigener, sowie fremder Veranstaltungen 17 mal in der Öffentlichkeit auf. Im gleichen Jahr wurden 7 weitere Mitglieder aufgenommen und eine große Trommel angeschafft. Eine kleine Trommel wurde vom Kriegerbund Binzgen zur Verfügung gestellt.

 

Beitritt zum Blasmusikverband Hochrhein (1930):

 

Am 10. April 1930 beschloß man den Beitritt zum Blasmusikverband Hochrhein.

Der Blasmusikverband Hochrhein wurde am 03. Oktober 1920 als Bezirksmusikverband Oberrhein gegründet. Der Musikverein Binzgen entwickelte sich rasch und erreichte unter seinem Dirigenten Arnold Ebner schon nach kurzer Zeit ein beachtliches musikalisches Niveau.

 

vordere Reihe (von links):     Siegfried Ekert, Albert Arzner, Alfons Eckert

zweite Reihe (von links):                      Albert Thoma, Adolf Zimmermann, Karl Waltersberger, Leo Frommherz, Josef Ebner, Johann Arzner, Alois Ekert, Julius Schmid

in der Mitte stehend:             Arnold Ebner

hintere Reihe (von links):     Alfred Brunner. Josef Zimmermann, Richard Meier, Karl Baumgartner, Arthur Rühmann, Otto Lauber. Karl Rühmann, Alfons Hupfer. Ernst Ebner

 

 

Preiswettspiel in Jestetten (1931):

 

Am 12. Juli 1931 nahm der Musikverein Binzgen an einem Preiswettspiel in Jestetten teil. Mit dem Stück ,,Roland der Waffenschmied“ erreichte er den

„ 1 a – Preis „ mit 18 1/2 Punkten. Erfreut über diese ausgezeichnete Bewertung, spielten die Binzger Musiker nach ihrer Heimkehr einen Marsch durch das Dorf und feierten anschließend in der „Eiche“.

Wegen der schlechten Zeit anfangs der „Dreißiger Jahre“ wurden die Veranstaltungen eingeschränkt bzw. in kleinerem Rahmen abgehalten. Aus dem gleichen Grunde verzichtete der Dirigent im Jahre 1931 auf sein Honorar.

 

Verbandskonzert (1932):

 

Ein großes Verbandskonzert wurde am 17. Juli 1932 auf dem Festplatz beim Kriegerdenkmal abgehalten.  Daran beteiligten sich die Stadtmusik Laufenburg, sowie die Musikvereine Rhina, Niederhof, Oberhof, Harpolingen

und Altenschwand. Weitere Teilnehmer waren der Männergesangverein Binzgen und die Schüler.

 

Veranstaltungen für Notleidende (1933):

 

Am  12.  Februar  1933  wurde  zugunsten  der  neugegründeten Notgemeinschaft Binzgen ein Konzert abgehalten. Zusammen mit dem Kriegerverein wurde am 16. Februar 1933 ein Narrenabend zugunsten der Notleidenden in Binzgen veranstaltet.

 

Preiswettspiel in Bonndorf (1933):

 

Beim Preiswettspiel am 6. August 1933 in Bonndorf wurde das Stück „Gärtnerin aus Liebe“ von Mozart vorgetragen. Unter den in der gleichen Konkurrenz auftretenden Vereinen erhielt der Musikverein Binzgen den 1. Preis mit 14 Punkten. Dieses ausgezeichnete Ergebnis wurde nach der Heimkehr wiederum gebührend gefeiert. Der Schriftführer widmete dem rührigen Dirigenten Arnold Ebner, sowie dem Vorstand Otto Lauber, die es verstanden haben den Verein auf die jetzige Höhe zu bringen, in seinem Bericht Worte des Dankes.

 

10-jähriges Jubiläum (1934):

 

Das 10-jährige Bestehen des Musikvereins Binzgen wurde vom 7. - 9. Juli 1934 im Rahmen des 6. Bezirksmusikfestes gefeiert, das mit einem Bewertungsspiel verbunden  war.  An  diesem  Bewertungsspiel  beteiligten  sich  die Feuerwehrmusik Murg und der Musikverein Niederhof in der Mittelstufe, ferner die Feuerwehrmusik Albbruck und die Musikvereine Hochsal, Luttingen, Oberhof, Hänner und Schachen in der Unterstufe.

Wertungsrichter waren die beiden Obermusikmeister Dietrich, Todtmoos, und Köhn, Lörrach. Im Beisein des Verbandsleiters Kirchberg sowie der Wertungsrichter wurden die im Verein noch aktiv tätigen Gründer Arnold Ebner (Dirigent) und Josef Ebner geehrt.

 

Vereinsauflösung vor dem zweiten Weltkrieg (1941):

 

Über  die  stattliche  Anzahl  von  35  Auftritten  wurde  in  der Generalversammlung vom 27. Januar 1935 berichtet. Am 1. August 1937 erfolgte die Teilnahme am Marschbewertungsspiel in Murg.

Die Vereinstätigkeit wurde, infolge Einberufung der Mitglieder zum Wehrdienst, am 1. Januar 1941 eingestellt. Im Jahre 1945 erfolgte dann die zwangsweise Auflösung sämtlicher Binzger Vereine.

 

Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg (1946):

 

Am 28. Juli 1946 wurde der Musikverein Binzgen wieder ins Leben gerufen. Die in der Gründungsversammlung gewählte ,Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

                                                             1. Vorstand:        Alfons Hupfer

                                                             2. Vorstand:        Ernst Albiez

                                                             Schriftführer:      Karl Waltersberger

                                                             Kassier:              Gottfried Döbele

                                                             Beisitzer:            Karl Lauber

                                                             Beisitzer:            Richard Meier

Initiator der Wiedergründung war Artur Rühmann, der auch den Posten des Dirigenten übernahm.

 

Erster Auftritt nach der Wiedergründung (1946):

 

Seinen ersten Auftritt hatte der wiedergegründete Verein bei der Prozession anläßlich des Kirchenpatroziniums in Hochsal am 1. September 1946. Die anderen Musikvereine der Pfarrei Hochsal hatten zu jener Zeit ihre Tätigkeit noch nicht wieder aufgenommen.

 

25-iähriges Jubiläum (1950):

 

Das 25-jährige Bestehen wurde im Rahmen eines größeren Jubiläumsfestes in der Zeit vom 3. - 5. Juni 1950 gefeiert. Beim Festbankett wurden die Gründungsmitglieder Pius Böhler, Gottfried Döbele, Arnold Ebner, Josef Ebner, Siegfried Ekert, Hermann Schmid, Karl Waltersberger, Ernst Albiez, Alfons Hupfer, Karl Lauber, Richard Meier und Artur Rühmann zu Ehrenmitgliedern ernannt. Als Gastvereine waren die Stadtmusik Laufenburg sowie die Musikvereine

Hochsal, Hottingen, Luttingen, Murg, Oberhof, Niederhof und der Männergesangverein Binzgen anwesend. Bei der Feier des 25-jährigen Bestehens ging man vom Gründungsjahr 1924 aus. Von der Existenz eines Musikvereins Binzgen vor der Jahrhundertwende war damals aus besagten Gründen noch nichts bekannt.

 

 

 

Wertungsspiel in Säckingen (1951):

 

Am 27. Mai 1951 beteiligte man sich erstmals nach dem zweiten Weltkrieg an einem Wertungsspiel. Beim 100-jährigen Jubiläumsfest der Stadtmusik Säckingen erreichte man in der Unterstufe die Bewertung „vorzüglich“

 

Uniformen für den Musikverein Binzgen (1953):

 

Im Jahre 1953 wurden Uniformen angeschafft, die im Rahmen eines Waldfestes am 20./21. Juni 1953 eingeweiht wurden.

 

Marschmusikbewertung (1957 u. 1959):

 

Bei der Marschmusikbewertung anläßlich des Bezirksmusikfestes in Murg, am 1. August 1957 erreichte man die Bewertung „sehr gut – vorzüglich“. Zwei Jahre später, am 31. Mai  1959, erfolgte die Teilnahme an der Marschmusikbewertung beim Bezirksmusikfest in Harpolingen. Dort erreichte man die Bewertung „hervorragend“.

 

Eintrag ins Vereinsregister (1961):

 

Der Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Säckingen erfolgte am 14. April 1961.

 

Wertungsspiele in Schwörstadt und Tiengen (1964 u. 1970):

 

Beim Wertungsspiel am 19. April 1964 in Schwörstadt erhielt der Musikverein Binzgen e.V. das Prädikat „sehr gut – vorzüglich“. Den Aufstieg zur Mittelstufe wagte man beim Wertungsspiel anläßlich des Verbandsmusikfestes am 24.

Mai 1970 in Tiengen und erreichte einen 2. Rang.

 

Einladung nach Le Croisic (1974):

 

Auf Einladung der „Rallye Fanfare St. Hubert“ fuhr man Ostern 1974 zusammen mit der Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg nach Le Croisic, der französischen Partnerstadt der Stadt Laufenburg. Man war überrascht über die herzliche Aufnahme bei den französischen Gastgebern. Dieser fünftägige Ausflug war für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis. Er hat sicher dazu beigetragen, die Partnerschaft zwischen Laufenburg und Le Croisic zu vertiefen, und es wurden bei dieser Gelegenheit auch private Beziehungen angeknüpft.

 

Wertungsspiel in Säckingen (1974):

 

Erwähnt sei auch die Teilnahme am Wertungsspiel anläßlich des Verbandsmusikfestes, verbunden mit dem 125-jährigen Jubiläum der Stadtmusik Säckingen, am 26. Mai 1974. Vorgetragen wurden „Festival“, Ouvertüre von Dieter Herborg, als Selbstwahlstück, und „Präludium und Fughetta“ von Eugen Fülling als Pflichtstück. Die Vorträge wurden mit einem

1.             Rang in der Mittelstufe bewertet.

 

Altarweihe in Binzgen (1974):

 

Nachdem die neue Binzger Kapelle am 12. Mai 1974 noch zweijähriger Bauzeit eingeweiht wurde, hatten wir auch die Weihe des neuen Altars am 05.10.1974 musikalisch umrahmt.

 

 

 

 

100-Jahre Musikverein Binzgen e.V. (1975):

 

Das Jahr 1975 stand ganz unter dem Zeichen der 100-jährigen Jubiläumsfeier. Wie auch in diesem Jahr hat man schon damals die Feier eines großen Jubiläums mit der Austragung des Bezirksmusikfestes des Arbeitsbezirks VII im Blasmusikverband Hochrhein e.V. verbunden. Der 1. Vorsitzende, Ernst Jehle, konnte den Bürgermeister der Stadt Laufenburg, Albert Wasmer, als Festpräsidenten gewinnen. Zum Festbankett am Freitagabend des 23. Mai 1975 konnten zahlreiche Vertreter aus Politik und Vereinsgeschehen begrüßt werden.

Verbandspräsident Harold Bäumle überbrachte herzliche Grüße des Blasmusikverbandes Hochrhein. Es sei vor allem eine große Freude für die noch lebenden Mitglieder und vor allem, daß das, was sie in edler Absicht jahrzehntelang gepflegt und in verschiedenen Zeitströmungen bis heute erhalten und bewahrt habe, in einer fähigen jungen Gemeinschaft weiterlebe. Ein Verein sei ein Spiegelbild eines Ortes. Auf ihren Musikverein könnten die Binzger mit vollem Recht stolz sein. Zum Schluß wünschte der Verbandspräsident unserem Verein viel Kraft, ins zweite Jahrhundert einzusteigen und er hoffe, daß weiterhin viele Idealisten das kulturelle Leben dieses Stadtteils aufrecht erhalten. Verbandspräsident Bäumle sollte recht behalten, denn nun ist der Musikverein Binzgen schon weitere 25 Jahre ins zweite Jahrhundert seines Bestehens gelangt und hat immer noch Idealisten.

Am Samstagabend, den 24. Mai 1975 verwandelten fünfzig Musikanten der Kapelle aus Prutz/Tirol unser Festzeit in Stimmungslaune. Mit Gesang und Kuhglockengeläut brachten sie das Publikum auf ihre Seite.

Der festliche Höhepunkt unseres Jubiläums begann dann am Sonntag, den 25.Mai 1975 mit dem Sternmarsch der Musikvereine des Arbeitsbezirkes VII und dem anschließenden Gesamtchor. Die Vereine des Arbeitsbezirkes VII gestalteten den Sonntagmittag mit anspruchsvollen Reigen und Quvertüren, sowie unterhaltsamer Blasmusik. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, so daß die Besucher eine gelungene Veranstaltung attestierten.

Den Übergang zum Sonntagabend haben die benachbarten Musikvereine Hochsal und Luttingen musikalisch umrahmt, bis dann die Tanzmusikkapelle Bruno-Augusten-Sextett die Tanzbeine unserer Besucher bis in den frühen Morgen schwingen ließ. Am Montagmittag, den 26. Mai 1976 wurde für die kleinen Besucher ein Kinderfest organisiert. Die 100-jährige Jubiläumsfeier, verbunden mit dem Bezirksmusikfest fand dann seinen krönenden Abschluß mit dem Auftritt der Tanzmusikband „Elite-Sextett“ am Montagabend.

Für die Musiker des Musikvereins Binzgen gab es noch einen lange Nacht, galt es doch das Festzeit auszuräumen, damit dieses am nächsten Tag abgebaut werden konnte.

 

Besuch aus Le Croisic (1975):

 

Nach unserem Besuch in Le Croisic mit der Stadt und Feuerwehrmusik Laufenburg an Ostern 1974 kamen die Freunde der Rallye-Fanfare St. Hubert Le Croisic zu einem Gegenbesuch nach Laufenburg. Am 03. September 1975 wurden die Gäste auf dem Rathausplatz in Laufenburg mit einem Marsch begrüßt. Die Binzger Musiker hatten zahlreiche Musikerinnen und Musiker der Rallye-Fanfare Le Croisic im Privatquartier aufgenommen. Am 07. September 1975 haben wir zusammen mit den Freunden aus Le Croisic ein Frühschoppenkonzert am Laufenburger Schlößle aufgeführt, das mit dem Gemeinschaftschor des legendären „Kameradenmarsch“ gipfelte. Die Resonanz mit viel Beifall gekrönt war der Aufführer Lohn. Nachmittags haben wir uns auch am Festumzug beteiligt, der von der Stadthalle der mehreren Stadt zur Rappensteinhalle nach Laufenburg (Baden) führte.

 

Binzger Volksfest -Teil des kulturellen Lebens- (1976):

 

Zum dritten Mal veranstalteten die Binzger Vereine ein Dorftest, das sich immer mehr der Beliebtheit erfreute, und sich mittlerweile zum festen Bestandteil im kulturellen Leben Binzgens entwickelte. Vom 28. - 31. Mai 1976 war in Binzgen Bockbier, Grillwürste und Rettich mit Brot, umrahmt von reichlichen Liedervorträgen und flotten Märschen angesagt. Ein besonderer Höhepunkt bei diesem Dorffest war von einer ganz anderen Art. Ernst Jehle wurde für seine Verdienste für unseren Verein geehrt. Von 1948 - 1956 und von 1966 - 1975 war unser Ernst 1. Vorsitzender des Musikvereins Binzgen. Vorsitzender Werner Rümmele hatte Ernst Jehle zum Ehrenvorsitzenden des Musikvereins Binzgen ernannt. Als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung wurde ihm ein Erinnerungspokal mit Blumen überreicht. Der Musikverein dankte ihm mit dem Marsch „Alte Kameraden“.

 

Pro-Musika-Plakette für den Musikverein Binzgen (1977):

 

Die Pro-Musika-Plakette ist eine Auszeichnung des Bundespräsidenten für 100 Jahre Blasmusik. Am Samstag, den 23. April 1977 wurde die Pro-Musika-Plakette  im  Auftrag  des  Bundespräsidenten  Walter Scheel  durch Regierungsdirektor Theo Nawrath dem Musikverein Binzgen e.V. überreicht. Aufgrund der Tatsache, daß man nur noch über Protokollbücher ab 1924 einen schriftlichen Nachweis unseres Vereins vorweisen kann, hatte es sich Ernst  Jehle  zur  Aufgabe  gemacht,  weitere  schriftliche  Beweise zusammengetragen. Und er wurde fündig, denn der Musikverein Binzgen wurde bereits 1871 erstmals namentlich benannt. Der Präsident des Blasmusikverbandes  Hochrhein,  Harald  Bäumle,  Bürgermeister Albert Wasmer und zahlreiche Vereinsvertreter würdigten die Verdienste unseres Vereins und sprachen Dankesworte. Der Musikverein bedankte sich seinerseits mit der Aufführung des „Deutschmeister-Regimentsmarsches“ über die hohe Auszeichnung.

 

 

 

 

Neue Uniformen für den Musikverein Binzgen (1977):

 

Nach 24 Jahren war es wieder soweit, der Musikverein Binzgen brauchte neue Uniformen. Nach reiflicher Überlegung der Uniformzusammenstellung, wie z.B. Farbe der Jacken, der Hosen, mit oder ohne Weste, mit oder ohne Hut/Mütze, etc.- es gab vieles abzuwägen- hatten wir uns entschieden. Neben der Verleihung der Pro-Musik-Plakette war der erstmalige Auftritt an unserem traditionellen Jahreskonzert mit roten Uniformjacken, schwarzen Hosen, weißen Hemden mit Brusttaschenemblemen und silbermelierten Krawatten ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr. Heute nach 19 Jahren können wir mit stolz sagen, daß wir uns für die richtige Kombination und Farbabstimmung entschieden haben, denn diese Farben sind zeitlos und immer anzusehen. Die Uniformen waren nicht billig, wie man sich vorstellen kann. Nur mit kräftiger Unterstützung durch Spendengelder der Binzger Bevölkerung war es gelungen, diese große Anschaffung zu tätigen.

 

Fahrt nach Le Croisic (1978):

 

Nach unserem Besuch im Jahre 1974 in der französischen Partnerstadt von Laufenburg , Le Croisic, und einem Gegenbesuch der Rallye Fanfare St. Hubert, Le Croisic im Jahre 1975, kam es drei Jahre später wieder zu zwei Begegnungen mit den französischen Freunden. Nachdem wir vom 23.-27.März 1978 in Le Croisic verweilten kam die Rallye-Fanfare St. Hubert im September des gleichen Jahres von einer Verschwisterungsfeier aus dem Allgäu für drei Tage zu Besuch.

 

Herbstfest in Binzgen (1980):

 

Am 07.September 1980 veranstaltete der Musikverein Binzgen e.V. zum ersten Mal ein Herbstfest auf dem Hof des ehemaligen Schulhauses in Binzgen. Dieser Tag war zugleich der Geburtstag eines mittlerweile zur Tradition gewordenen Tauziehwettbewerbes. Tradition deshalb, weil dieser Tauziehwettbewerb bis heute als Begleitveranstaltung des ebenfalls zur Tradition  gewordenen  Binzger  Musikfestes  geworden  ist.   Der Tauziehwettbewerb ist eine eher humorvolle Attraktion, die sich auch schon in den Manschaftsbezeichnungen, wie z.B. Thimos-Bullen, Wespentäter oder Desperados aus Hochsal widerspiegelt. Der Tag endete jedoch weniger lustig, als man feststellte, daß aus den Handtaschen der Helferinnen Bargeld gestohlen wurde.

 

Binzger Volksfest (1981):

 

Das Binzger Volksfest wurde zum ersten Mal von dem Männergesangverein - Gemischter Chor und dem Musikverein Binzgen alleine durchgeführt. Zugleich eine Premiere ganz anderer Art, denn man hatte sich dazu durchgerungen, ein eigenes Festzeit zu konstruieren. Die Feuertaufe mußte sich dann plätzlich harten Anforderungen stellen. Die Statik des Zeltes wurde von starken Hagel- und Regenschauern geprüft. Fazit: Das Zelt hielt stand, womit bewiesen war, daß wenn Binzger etwas machen, so machen sie es richtig.

 

Besuch des ehemaligen Musikkameraden Paul Schmid (1981):

 

Am 18. Oktober 1981 besuchte der Musikverein Binzgen e.V. sein ehemaliges Aktiv-Mitglied Paul Schmid in einem Pflegeheim in Offenburg. Mit einem kleinen Gastkonzert begeisterte der Verein, Paul Schmid und die anwesenden Heimbewohner. Das freudige Wiedersehen stand unter keinem guten Stern, denn schon wenige Zeit später, am 06. November 1981 mußten wir unserem ehemaligen Musikkameraden Paul Schmid auf dem Friedhof in Hochsal die letzte Ehre erweisen.

 

Wettmähen in Binzgen (19821:

 

Eine ganz außergewöhnliche Begebenheit trug sich in Binzgen am 24. Mai 1982 zu. Aus einer juxen Idee geboren, wurde ein Wettmähen veranstaltet. Acht gestandene Binzger mußten ihr Können mit der Sense auf separat abgesteckten Wiesenparzellen zeigen. Dieser Binzger Lokaltermin mit zahlreichen Schaulustigen wurde vom Musikverein musikalisch umrahmt. Die Veranstaltung war so spektakulär, daß man es zur jährlichen Veranstaltung machen wollte. Im Jahre 1985 kam sogar das Fernsehen Südwestfunk noch Binzgen um das Wettmähen aufzunehmen. Der von uns gespielte „San Carlo Marsch“ sollte schließlich auch auf Zelluloid gebannt werden.

 

Promenadenkonzert in der Codman -Anlage (1982):

 

Nach den abgeschlossenen Bauarbeiten an der Codman-Anlage in Laufenburg, konnte man den Sommer über jeden Sonntagvormittag einen musischen Verein zu Gehör bekommen. Wir konzertierten in diesem Jahr am 04.JuIi und 19.September. Es folgten noch einige Konzerte Jahre danach.

 

 

Jahreskonzert mit Taktstockwechsel (1982):

 

Eine Ära ging zu Ende. Herbert Siebold beendete am 25.Dezember 1982 mit schwingendem Taktstock seine Tätigkeit als Dirigent des Musikvereins Binzgen e.V. im Rahmen des Jahreskonzert im Schulhaus in Binzgen. In der Konzertpause wurde Herbert Siebold vom Ehrenvorsitzenden Ernst Jehle verabschiedet. Er würdigte seine fünfzehnjährige Dirigententätigkeit bei unserem Verein. Besondere Anerkennung und Dankbarkeit verdiente sich Siebold durch seinen beispiellosen Einsatz in der Ausbildung der Zöglinge und Jungmusiker. Als äußeres Zeichen der Würdigung und Dankbarkeit wurde Siebold eine goldene Taschenuhr mit Gravur überreicht. Im zweiten Konzertteil übernahm dann der neue Dirigent, Norbert Schmid, den Taktstock. Die Einführung war gelungen und mußte mit zwei Zugaben honoriert werden. Gleichzeitig beendete auch unser Ehrenmitglied August Döbele seine jahrzehntelange aktive Mitgliedschaft.

 

 

 

 

 

Jahresausflug nach München (1983):

 

Ein zweitägiger Jahresausflug führte den Musikverein Binzgen e.V. vom 23.-24. April 1983 in die bayrische Landeshauptstadt München.

Nach einer Führung durch die Betriebshallen der Firma M.A.N. mit Museumsbesichtigung der ersten Dieselmotoren und Lastkraftwagen, folgte eine Rundfahrt durch das Werksgelände.  Beeindruckend war die Besichtigung des 1500 m langen Fließbandes an dem die LKW's komplett montiert werden. 9000 Betriebsangehörige hielten 1983 den Betrieb aufrecht. Zu den Pflichtbesuchen eines Münchenreisenden gehörten natürlich auch das Olympiastadion. Bei einer Stadtrundfahrt konnten wir die Liebfrauenkirche, das Maximilianeum (Sitz des bayrischen Landtages) ,das Schloß Nymphenburg mit seinem bilderbuchartige Park sowie viele andere Sehenswürdigkeiten aus nächster Nähe betrachten. Den ersten Abend hatte man dann zur freien Verfügung offen. Die Freiheit war begrenzt, denn die halbe Mannschaft traf  sich  im berühmten Mathäser wieder. Am nächsten Vormittag stand dann ein Besuch im Deutschen Museum heran, bevor man sich in Richtung Heimat bewegend im Kloster Andechs vorübergehend niederließ.

 

 

 

 

Aktives Mitglied Martin Böhler verstorben (1984):

 

Eine bestürzende Nachricht holte den Musikverein Binzgen e,V. im Jahre 1984 ein. Unser aktives Mitglied Martin Böhler, ist durch einen tragischen Verkehrsunfall in jungen Jahren direkt aus unserer Mitte gerissen worden.

Während der Trauerfeier würdigte der Ehrenvorsitzende Ernst Jehle die Verdienste des Verstorbenen und legte einen Kranz nieder. Der Verein spielte zum ehrenden Gedenken das Lied vom „Guten Kameraden“.

 

Ortstermin Stäpfeleweg (1984):

 

Auf Anregung der Stadt Laufenburg haben sich die Binzger Vereine bereit erklärt, den Stäpfeleweg im Stadtteil Binzgen auf Vordermann zu bringen. Im Laufe der Jahre ist dieser Weg, der ins Andelsbachtal führt, fast unbegehbar geworden. Am Samstag, den 05.Mai 1984 war es dann soweit, zahlreiche Vertreter der Binzger Vereine haben sich zum Arbeitseinsatz eingefunden. Binnen weniger Stunden wurde der Weg von Unkraut befreit und durch kleinere Instandsetzungsarbeiten wieder sicher begehbar gemacht.

 

Sommerfest löst Volksfest ab (1984):

 

In diesem Jahr sollte das Binzger Volksfest ein neues Gesicht bekommen. So geschah es dann, daß aus dem bisherigen „Volksfest“ künftig ein „Sommerfest“  werden  sollte.  Sommerfest  deshalb,  weil  man  die Veranstaltung unter Gottes freier Natur durchzuführen gedachte. Vom 30.Juni – 02.Juli 1984 fand schließlich das Sommerfest unter der Obhut des Männergesangsverein - Gemischter Chor und des Musikvereins auf der Festwiese neben dem Schulhausplatz statt.

Das Risiko im Nacken sollte spürbar werden. Am Sonntagabend zog ein heftiger Platzregen ein Schlußstrich unter unser Premieren - Sommerfest. Doch schon am nächsten Tag war mit der Durchführung eines Kinderfestes die Welt wieder in Ordnung.

 

Wertungsspiel in Waldshut (1985):

 

Der Blasmusikverband Hochrhein e.V. veranstaltete am 28.April 1985 ein Wertungsspiel in Waldshut, an dem auch der Musikverein Binzgen e.V. teilnahm. Als Pflichtstück in der Mittelstufe hatten wir aus der „Petite Suite Baroque“ von Albert Loritz den zweiten Satz „Air“ gewählt. Mit dem Selbstwahlstück entschieden wir uns für „Sinfonietta“ von Franz Waltz.

Die Darbietungen wurden von den beiden Wertungsrichtern mit dem Prädikat 1. Rang (Mittelstufe) bewertet.

 

Sommerfest (1986):

 

Für das Sommerfest 1986 hat der Musikverein Binzgen zum ersten mal ein Rundzelt auf dem Igelacker in Binzgen aufgestellt. Eingeweihte wissen, welche Arbeit es erfordert ein Festzelt aufzubauen. Manchmal kam einem schon der Relationsgedanke zwischen Festvor- bzw. Festnachbereitung und dem eigentlichen Festbetrieb. Doch das Sommerfest ist zu einem „Festen“ Bestandteil unseres Vereins geworden und gehört mit zur kulturellen und gesellschaftlichen Unterhaltung unserer Binzger Bevölkerung.

 

 

 

Fahrt zum Weingut Zotz (1986):

 

Der 21.September 1986 war der vierte Sonntag in Folge, den die Aktivmitglieder ihrem Musikverein widmeten. Auf der Tagesordnung stand ein Frühschoppenkonzert in Verbindung mit einem „Tag der offenen Tür“ des Weingutes Zotz in Heitersheim. Der Tag nahm seinen Verlauf; nach dem Frühschoppenkonzert und einem anschließenden Spaziergang durch ein Weinlehrpfad folgte schließlich zum Abschluß noch eine deftige Weinprobe.

 

Jahreskonzert mit Ortswechsel (1987):

 

In der Ausgabe der Tageszeitung „Südkurier“ vom 21.Dezember 1987 titulierte ein Reporter das Jahreskonzert des Musikverein Binzgen e.V. als ein „Auswärtsspiel“ für das einheimische Publikum.

Er hatte recht, denn wir haben uns in diesem Jahr zu einem Schritt durchgerungen der die Treue unseres eben erwähnten Publikums herausforderte. Das Jahreskonzertes wurde aus dem zwar vertrauten, aber sehr beengten Vereinsheim zum ersten Mal in das Pfarrheim ,,Heilig Geist" nach Laufenburg verlegt. Dieser riskante Schritt sollte belohnt werden, denn der äußere Rahmen mit guten akustischen Bedingungen bot für uns Musiker hervorragende Entfaltungsmöglichkeiten. Der Musikverein unter der Leitung von Norbert Schmid bot mit der Aufführung der Stücke „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß, dem „Triumph Marsch“ aus der Oper „Aida“ von G.Verdi oder „Im Zauberwald“ von Emil Dörle, um nur einige zu nennen, ein glanzvolles Konzert, das mit Beifallstürmen bedacht wurde.

 

 

Goldene Ehrennadel für Ernst Jehle:

 

Im Rahmen des Jahreskonzertes am Samstag, den 19.Dezmeber 1987 wurde unserem Ehrenvorsitzenden Ernst Jehle für 40 Jahre aktive Blasmusik die „Goldene Ehrennadel“ des Bundes Deutscher Blasmusikverbände verliehen. Der Verbandspräsident des Blasmusikverbandes Hochrhein e.V., Harold Bäumle, nahm die Ehrung vor und würdigte die Verdienste des Jubilars für die Blasmusik. Ernst Jehle konnte bis dahin auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten von fast 20 Jahren als Vorsitzender und sechs Jahren als Schriftführer beim Musikverein Binzgen e.V. zurückblicken.

 

 

 

Jahreskonzert (1988):

 

Das zweite Jahreskonzert des Musikvereins Binzgen e.V. in der neuen Umgebung des Pfarrsaales „Heilig Geist“ in Laufenburg sollte auch in diesem Jahr wieder Kulisse für zwei große Ehrungen verdienter Mitglieder unseres Vereins sein. Mit der „Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände“ wurde unser ehemaliger Dirigent Herbert Siebold durch den Verbandspräsidenten des Blasmusikverbandes Hochrhein e.V. Harold Bäumle, geehrt. Herbert Siebold konnte auf sage und schreibe 50 Jahre Blasmusikzeit zurückblicken. Im Jahre 1968 stoß der gebürtige Fahrnauer (Wiesental) zu uns nach Binzgen und war 15 Jahre als Dirigent tätig. Bis heute engagiert sich Herbert Siebold intensiv in der Jugendarbeit unseres Vereins. Man konnte zu dieser Zeit behaupten, daß Siebold 75 % der Vereinsmitglieder ausgebildet hatte. Nach der Taktstockübergabe im Jahre 1982 war Herbert Siebold noch lange Jahre als aktiver Posaunist und später als Es-Hornbläser aktiv im Verein tätig.

Für seine 40-jährige Treue zur Blasmusik in unserem Musikverein wurde Rudolf Ekert  mir  der  „Goldenen  Ehrennadel“  des  Bundes  Deutscher Blasmusikverbände ebenfalls von Verbandspräsident Harold Bäumle geehrt. Rudolf Ekert trat dem Verein im Jahre 1948 bei und ist ihm bis heute treu geblieben. Er war bis 1974 insgesamt 15 Jahre in der Vorstandschaft tätig.

Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte der Vorsitzende Peter Jehle den beiden verdienten Musikern je ein Geschenk. Der Musikverein spielte symbolisch als Dankeschön den Marsch „Alte Kameraden“.

 

 

Silberne Ehrennadel für Herbert Siebold (1990):

 

Nach der Verleihung der „Großen Goldenen Ehrennadel“ des Bundes Deutscher Blasmusikverbände im Jahr 1989 wurde Herbert Siebold eine weitere Ehrung zuteil. Wiederum im Rahmen des Jahreskonzertes wurde Herbert Siebold  vom  Bezirksvorsitzenden  des  Arbeitsbezirks  VII  im Blasmusikverband Hochrhein e.V., Lothar Schmid, mit der „Silbernen Ehrennadel“ des Blasmusikverbandes Hochrhein e.V. ausgezeichnet.

 

Stadtfest Laufenburg (1991):

 

Ein wohl einmaliges Stadtfest wurde vom 23.August – 25.August 1991 aufgrund   des   700-jährigen   Bestehens   der   „Schweizerischen Eidgenossenschaft“ veranstaltet. Viele Vereine aus der mehreren und minderen Stadt Laufenburg   beteiligten sich mit einem Stand. Der Musikverein Binzgen hatte seinen Stand gegenüber dem deutschen Zoll aufgebaut.

Die befreundeten Musikvereine aus Niederhof und Oberhof, sowie die Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg gaben ihr Können auf der Rheinbrückenbühne bei herrlichem Sommerwetter zum Besten.

 

 

Jubiläumskonzert (1992):

 

Ein Jahreskonzert der besonderen Art wurde den musikalischen Gästen am 19.Dezember 1992 im Pfarrsaal „Heilig-Geist“ präsentiert. Unser Dirigent Norbert Schmid feierte sein 10-jähriges Dirigentenjubiläum. Man hatte sich deshalb etwas besonderes ausgedacht und das Jahreskonzert mit den besten Musikstücken der vergangenen 10 Jahreskonzert unter seiner Leitung zusammengestellt. Die präsentierten Musikstücke wurden zuvor von einer Jury ausgewählt.

 

Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für verdiente

Musikkameraden

Ernst Jehle und Herbert Siebold sind Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Diese Hohe Auszeichnungen für verdiente Bürger wurde am 23.August 1993 an Ernst Jehle und am 19.Dezember 1994 an Herbert Siebold durch den Bürgermeister der Stadt Laufenburg, Helmut Müllmerstadt, im Auftrag des Ministerpräsideten, Erwin Teufel, in öffentlichen Stadtratssitzungen verliehen. In seiner Laudatio für Ernst Jehle würdigte der Bürgermeister die langjährigen Verdienste beim Musikverein Binzgen, wo er 25 Jahre lang in der Vorstandschaft ehrenamtlich tätig war, davon alleine 17 Jahre als 1. Vorsitzender. Darüber hinaus war Ernst Jehle über 40 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Binzgen. In der Laudatio für Herbert Siebold, führte der Bürgermeister aus, daß dieser bereits mit 13 Jahren , nämlich im Jahre 1938 mit seiner theoretischen und praktischen Ausbildung eines Blasmusikinstrumentes begann und dieses erst nach 55 Jahren wieder aus der Hand legte. Verschiedenen Vereinen verpflichtete er sich ehrenamtlich als Dirigent, so auch dem Musikverein Binzgen von l962 - 1982. Zu seinen besonderen Verdiensten gehört auch sein Engagement bei der Ausbildung des Musikernachwuchses, für den er bis heute beim Musikverein Binzgen zur Verfügung steht.

 

Bürgermeister Müllmerstadt und Ernst Jehle mit Gattin bei der Verleihung der Ehrennadel

 

Bürgermeister Müllmerstadt mit Herbert Siebold bei der Verleihung der Ehrenadel

 

 

Ehrenvorsitzender des Musikverein Binzgen e.V.

 

 

Mit der Ernennung zum ersten Ehrenvorsitzenden des Musikverein Binzgen wurde  Ernst  Jehle  nach  18-jähriger  ehrenamtlicher  Tätigkeit  als 1 Vorsitzender, im Rahmen der Generalversammlung vom  10. Januar 76 besonders geehrt. Bereits im Jahre 1939 ist Ernst Jehle dem Musikverein Binzgen beigetreten. Nach der Auflösung des Vereins, bedingt durch die Wirren der Kriegsjahre, ist Ernst Jehle bei der Wiedergründung im Jahre 1946 vermutlich vergessen worden, obwohl er zu dieser Zeit sein Instrument, die Klarinette, zu hause hatte. Er trat dem Verein dann im Jahre 1947 wieder bei und wurde nur ein Jahr später zum 1. Vorsitzenden gewählt. 1956 mußte er dann nach achtjähriger Arbeit aus gesundheitlichen Gründen das Amt abgeben. Doch bereits im Jahre 1966 hatte er das Amt des 1. Vorsitzenden wieder inne. Während dieser Zeit hat er von 1960 - 1966 der Vorstandschaft als Schriftführer angehört. Im Jahre 1976 gab er dann den ersten Vorsitz des Vereins endgültig ab und stand der Vorstandschaft dann noch bis zum Jahre 1978 als Beisitzer zur Seite. Zusammengerechnet hat unser Ernst insgesamt 26 Jahre den Aufbau unseres Vereins gefördert, seine Geschicke in die richtigen Bahnen gelenkt und ihm dabei durch sein persönliches Image viel Ansehen verschafft. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm dafür zuteil:

Ehrenmitglied im Jahre 1962, Silberne- (1972) und Goldene (1987)-Ehrennnadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände, Ehrenvorsitzender im Jahre 1976 und zuletzt die Ehrennadel des Landes Baden Württemberg im Jahre 1993.

Auch wahr er viele Jahre als praktischer Ausbilder von Zöglingen im Bereich Klarinetten tätig. Für seine Dienste, die er unserem Verein all die Jahrzehnte uneigennützig erbracht hat, möchten wir ihm bei dieser Gelegenheit nach einmal recht herzlich danken.

 

 

Jugenarbeit, die Stütze eines jeden Vereins

 

Die Jugendarbeit ist die Stütze eines jeden Vereins, so auch des Musikvereins Binzgen e.V. In unserer Region können wir uns eigentlich noch glücklich schätzen, denn viele Jugendliche wollen sich der Herausforderung „Blasmusik“ stellen und treten einem Musikverein bei. Dies ist angesichts des hohen Freizeitangebotes nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Der Musikverein an sich ist eine Gemeinschaft, eine lnteressensgruppe. Diese lnteressensgruppe besteht aus den unterschiedlichsten Altersdekaden, die oft bis zu vier Generationen vereint. Das Miteinander innerhalb eines Vereins ist geprägt von Achtung und Anerkennung, zwischen jung und alt. Diese Erfahrung  des  Miteinander innerhalb  eines  Vereinslebens  ist  von gesellschaftlicher Güte und für die Entwicklung eines jeden Jugendlichen gewinnbringend. Jeder Verein lebt vom Nachwuchs, dies zeigt schon unser 125-jähriges Jubiläum, das ohne die Jugend nicht möglich geworden wäre. Der Musikverein Binzgen bildet in eigener Regie Zöglinge für die spätere Vereinszugehörigkeit aus. Die theoretische und praktische Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre und wird im Nachhinein nach Bedarf noch weitergeführt.   Spätere   Weiterbildungsmöglichkeiten   bietet   der Blasmusikverband Hochrhein e.V. mit seinen Lehrgängen verschiedenster Art in „Steinabad“. Der ständigen Weiterbild ist im Prinzip kaum Grenzen gesetzt. Die Ausbildung als „Jungmusiker/in“ kann beim Musikverein Binzgen ab dem 10. Lebensjahr erfolgen und ist grundsätzlich kostenlos. Ein Instrument wird vom Verein gestellt.

Wenn Sie liebe Eltern der Meinung sind, daß ihr Sohn / ihre Tochter eine vernünftige und ansprechende Freizeitgestaltung ausüben sollte, so bieten Sie ihm/ihr doch die Möglichkeit an , eine kostenlose Ausbildung als „Jungmusiker/in“ beim Musikverein Binzgen e.V. zu beginnen. Näheres hierzu erfahren Sie beim 1 Vorsitzenden, Peter Jehle, oder dem Dirigenten, Norbert Schmid.

 

 

 

 

 

 

1.Vorsitzende des Musikverein Binzgen e.V. seit 1924

                                              1924-1930                                 Siegfried Ekert

                                                              1930-1931                                 Alfons Hupfer

                                                              1931-1934                                 Otto Lauber

                                                              1934-1935                                 Julius Schmid

                                                              1935-1939                                 Artur Rühmann

                                                              1940-1946                                 Vereinstätigkeit eingestellt

                                                              1946-1948                                 Alfons Hupfer

                                                              1948-1956                                 Ernst Jehle

                                                              1956-1964                                 Hermann Thoma

                                                              1964-1966                                 Friedhelm Lauber

                                                              1966-1975                                 Ernst Jehle

                                                              1975-1979                                 Werner Rümmele

                                                              1979-1981                                 Helmut Gersbach

                                                              1981-1984                                 Hermann Bächle

                                                              1984-1988                                 Peter Jehle

                                                              1988-1990                                 Udo Bäumle

                                                              1990-1992                                 Bernhard Bächle

                                                      seit  1992                                          Peter Jehle

 

 

Dirigenten des Musikverein Binzgen eV. seit 1924

                                              1924-1937                                 Arnold Ebner

                                                              1937-  ?                                     Karl Mutter

                                                           ?-1939                                          Artur Rühmann

                                                              1940-1946                                 Vereinstätigkeit eingestellt

                                                              1946-1953                                 Artur Rühmann

                                                              1953-1968                                 Helmut Böhler

                                                              1968-1982                                 Herbert Siebold

                                                      seit  1982                                          Norbert Schmid

 

 


 

 

Ehrenmitglieder im Jubiläumsjahr 1996

 

Ernst Albiez         (Gründer 1946)                                                       Karl Lauber U         (Gründer 1946)

 

Albert Arzner U                                                                                  Otto Lauber U

 

Alois Bächle U                                                                                     Adolf Matt U

 

Helmut Böhler                                                                                     Richard Meier U     (Gründer 1946)

 

Kurt Böhler                                                                                          Artur Rühmann U   (Gründer 1946)

 

Pius Böhler (sen.) U                                                                            Werner Rümmele (aktiv)

 

Pius Böhler (jun.)                                                                                 Konrad Schäuble (aktiv)

 

August Döbele                                                                                     Dieter Schlageter (aktiv)

 

Gottfried Döbele U                                                                              Max Schlageter U

 

(Gründer 1924 und 1946)                                                                    Bernhard Schmid U

 

Arnold Ebner U   (Gründer 1924)                                                       Gottfried Schmid U

 

Josef Ebner U      (Gründer 1924)                                                       Hermann Schmid U

 

Rudolf Ekert (aktiv)                                                                             Norbert Schmid (aktiv)

 

Siegfried Ekert U  (Gründer 1924)                                                       Wilhelm Schmid U

 

Franz Elender                                                                                       Herbert Siebold

 

Peter Eschbach                                                                                     Erich Thoma U

 

August Grimm U                                                                                 Hermann Thoma

 

Willi Grimm                                                                                         Wolfgang Thoma (aktiv)

 

Fritz Huber                                                                                          Ludwig Thomma

 

Peter Huber                                                                                          Karl Waltersberger U

Alfons Hupfer U (Gründer 1946)                                                    (Gründer 1924 und 1946)

 

Ernst Jehle (Ehrenvorsitzender)                                                          Adolf Zimmermann U

 

Friedhelm Lauber

 


 

 

 

 

Zöglinge des Musikverein Binzgen e.V. im Jubiläumsjahr 1996

Nach über 2-jähriger theoretischer und praktischer Ausbildung wurden 5 Zöglinge zu Beginn dieses Jahres als Jungmusiker in den Musikverein Binzgen aufgenommen. Um ihnen die Integration zu erleichtern, erhalten sie bis auf weiteres zusätzlich zu den normalen Musikproben gesonderten praktischen Unterricht.

 

 

Van links: Ingo Schlageter, Eveline Rufle, Lydia Ekert,Christoph Mathis, Caroljna Mathis

 

 

 

 

Dankeschön

 

herzlichen Dank sagen wir allen, die unserem Verein all die Jahre treu zur Seite gestanden haben.

 

herzlichen Dank sagen wir allen, die unserem Verein durch die Aufgabe eines Inserates finanziell unter die Arme gegriffen haben und so die kostenlosen Abgabe dieser Festschrift ermöglicht haben.

 

herzlichen Dank sagen wir Herrn Bürgermeister Merle für die Schirmherrschaft und der Stadt Laufenburg für die bisherige Förderung.

 

herzlichen Dank sagen wir allen Festbesuchern und Gästen, die durch einen Besuch bei uns ihre Verbundenheit zu unserem Verein zeigen.

 

herzlichen Dank sagen wir allen Helferrinnen und Helfern die zum guten Gelingen unseres Jubiläumsfestes beigetragen haben.

 

 

 

 

 

 

 

Geschichtliches aus

der Gemeinde Binzgen

 

Binzgen ist ein verstreut liegendes Dorf auf dem vorderen Hotzenwald in einer Höhenlage von 390 Meter ü. d. M.

Das Gemeindewappen zeigt auf einem silbernen (weißen) Schild eine grüne Tanne auf grünem Boden, über deren Stamm zwei Sensen gekreuzt sind. Die Tanne weist auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein hin, während die Sensen die Landwirtschaft andeuten, die in Binzgen seit alter Zeit betrieben wird.

Binzgen hatte seinen eigenen Adel; Ritter Heinrich von Stein besaß ihn noch, im Jahre 1344. Danach gehörte es zur alten hauensteinischen Einung Murg. Viehzucht und Ackerbau waren die vorzüglichsten und beinahe einzigen Nahrungsquellen der Einwohner. Der Boden ist größtenteils fruchtbar, und bringt nebst etwas Wein alle Getreide hervor. Anzunehmen ist, nachdem nur wenige hundert Meter von unserer Gemarkungsgrenze entfernt in Laufenburg ein römischer Gutshof entdeckt wurde, daß auch in Binzgen schon sehr früh einzelne Gutshöfe vorhanden waren. Ein Historiker meint, wenn der Ort Binzgen in der Anfangszeit als „Bünzkon“ genannt wurde, sei zu vermuten, daß Binzgen schon im 6. oder 7. Jahrhundert besiedelt worden ist. Die Besiedlung des Dorfes dürfte vom  Rheintal aus erfolgt sein. Bevölkerungszuwachs der altalemannischen Niederlassungen im Rheintal und die damit verbundene Notwendigkeit, Neuland zu gewinnen und dort grundherrlich Gutshöfe als Mittelpunkte zu errichten, mögen der Anlaß gewesen sein, neue Orte zu gründen. Als geeignetes Gebiet erwies sich dabei der angrenzende, dem Rheintal zugeneigte Südhang zwischen der Murg und der Alb, zumal sich dort auch für den Ackerbau günstige Voraussetzungen boten. Urkundlich wird Binzgen im Jahre 1284 erstmals genannt, als durch einen Schiedsspruch Rudolfs von Büttikon ein Streit zwischen Lehensherrn und Belehnten beigelegt wurde. Nach diesem Schiedsspruch sollten die Leute Heinrichs von Stein zu Binzgen das Gebiet zwischen ihrem Dorf und dem Enzenbach nutzen dürfen, die Laufenburger aber das an den Schreienbach anstoßende Gebiet. Weiterhin erscheint Binzgen urkundlich im Verzeichnis über die Zinsen und Vogtrechte der zur Probstei Neuenzelle (Ibach) gehörigen Leute und Güter vom Jahre 1315. Die damalige Schreibweise des Ortsnamens lautete „Bünzkon“, später auch „Büntzgen“, und dieser Name hat sich durch Jahrhunderte hindurch bis heute erhalten.

Eine Urkunde aus dem Jahre 1344 nennt das Dorf „Büntzkon“ 1, und um 1350 wird Heinrich von Stein als bedeutendster Grundherr der Siedlung erwähnt. Das Dorf soll einst Sitz eines Adelsgeschlechts gewesen sein, wofür jedoch urkundliche Belege fehlen.

Binzgen gehörte mit Harpolingen, Rhina, Niederhof, Oberhof und Hänner zu der hauensteinischen Einung Murg und teilte durch Jahrhunderte bis zum Übergang im Jahre 1806 an das Großherzogtum Baden deren Geschicke in friedlichen, allzu oft jedoch auch in Kriegs- und Notzeiten.

Im Rahmen der von der Landesregierung und dem Regierungspräsidium Freiburg geplanten Gebietreform, wurde u.a. die Gemeinde Binzgen zum 01.Mai 1972 der Stadt Laufenburg zugeordnet und somit eingemeindet.

Der „Landstand“  Fridolin Lauber

 

Der „Akzisor“ Fridolin Schmid                      Der „Bürgermeister“ Pius Böhler

 

Quelle: Aus dem Buch „Geschichte der Gemeinde Binzgen“ des ehemaligen Ratschreibers von Binzgen und Dirigenten des Musikvereins, Arnold Ebner

 

 

 

 

 

 

 

TRADITIONELLES WIRKEN INNERHALB EINES VEREINSJAHRES

 

Jahreshauptversammlung: Das Jahr beginnt in der Regel mit der Jahreshauptversammlung unseres Vereins. Wir haben es uns laut Satzung zur Regel gemacht, die gesamte Vorstandschaft jährlich erneut auf den Prüfstand  zu  stellen.  Somit  stehen  alljährlich  Neuwahlen  des Gesamtvorstandes heran.

 

Fastnacht:            Schon seit Jahrzehnten haben wir unseren festen Platz im Binzger - Fastnachtstreiben. Die Eröffnung der Bunten Abende im Schulhaus, präsentiert von den Enzebächle Füchsen, wird vom Musikverein musikalisch umrahmt. Der traditionelle Kinderball am Fastnachtssamstag wird mit einem Umzug durchs Binzger - Dorf mit dem Musikverein eröffnet. Die Veranstaltung wird von  den  Binzger Vereinen finanziert und  durchgeführt.  Am Fastnachtssonntag nehmen wir dann auch am Umzug der Laufenburger Städle - Fastnacht teil. Unser Abschlußhock in der Enzebächle-Füchs-Hütte hat sich zur lustigen und angenehmen Tradition entwickelt.

 

 

Patrozinium in Binzgen: Das Fridolinsfest in der Kapelle in Binzgen und das anschließende Gedenken der Gefallenen der beiden Weltkriege am Kriegerdenkmal wird von uns musikalisch umrahmt.

 

Schrottsammlung: Zur  Festigung  des  Umweltgedankens  und  der fachgerechten Entsorgung von Schrott haben wir uns verpflichtet, im Auftrag des Landratsamtes Waldshut, jährlich eine Schrottsammlung in Binzgen durchzuführen.

 

Der Mai ist gekommen: Dieses Frühlingserwachen wird von uns alljährlich der Binzger Bevölkerung durch musikalische Weisen in den frühen Morgenstunden ins Bewußtsein gerufen. Bereits um 06.00 Uhr beginnt unser Tagesmarsch auf dem Gaisenbühl und endet gegen 14.30 Uhr im Dörnet. Der jahrzehntelangen Gastfreundschaft unseres Ehrenmitgliedes Willi Grimm und seiner geschätzten Gattin Maria sei hier an dieser Stelle herzlichst gedankt.

 

Fronleichnam: Zugehörig zur katholischen Pfarrei in Hochsal, ist die musikalische  Umrahmung  der  Fronleichnamsprozession  in  Hochsal zusammen mit den Musikvereinen Hochsal, Rotzel und Schachen zur Tradition geworden.

 

Sommerkonzerte:  Wie  bei  uns  in  Binzgen werden  auch  in  den Nachbargemeinden durch unsere befreundeten Musikvereine vielerorts ein Sommerfest veranstaltet. Es ist zur Tradition geworden, daß sich die Musikvereine gegenseitig besuchen und die jeweiligen Sommerfeste musikalisch mitgestalten. Im einzelnen sind diese Auftritte bei den Sommerfesten der Musikvereine Hochsal, Oberhof, Niederhof, Rotzel und der Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg. Einmal im Jahr findet auch das Bezirksmusikfest des Arbeitsbezirkes VII im Blasmusikverband Hochrhein e.V. statt, dem wir angegliedert sind. Das Bezirksmusikfest wird von einem der Mitgliedsvereine durchgeführt. Musikvereine mit Jubiläen bieten sich in der Regel als Veranstalter an. Hinzu kommen noch zahlreiche Auftrittstermine bei anderen Vereinsanlässen, wie z.B. bei unseren geschätzten Binzger -Vereinen.

 

Kameradschaftsabend: Nach den anstrengenden Sommerauftritten – vier Sonntage in Folge ist keine Seltenheit- wird dann üblicherweise durch ein Register  (Blasmusikinstrumentengattung,  z.B.  Trompetenregister)  ein Kameradschaftsabend  organisiert,  zu  dem  auch  die  nichtaktiven Helferinnen  und  Helfer  unseres  zuvor veranstalteten  Sommerfestes eingeladen sind und nochmals ihrer regen Hilfsbereitschaft gewürdigt wird. Diese Kameradschaftsabende dienen aber auch insbesondere wie der Name schon sagt, zur Kameradschaftspflege und des gesellschaftlichen Umgangs miteinander.

 

Jahreskonzert: Nach den Sommerauftritten, spätestens aber nach der großen Sommerpause wird dann eifrig auf das traditionelle Jahreskonzert geübt. In zahlreichen Proben und Registerproben werden die letzten dynamischen und technischen Ungereimtheiten ausgefeilt. Das Jahreskonzert ist sozusagen ein musikalischer Höhepunkt unseres Vereins. In ihm wird versucht das musikalische Können den Zuhörern unter Beweis zu stellen und das kulturelle Angebot für die Bevölkerung anzureichern.

 

 

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